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Dienstag, 07. September 2010

Fragen

Warum werden in der Natur vorkommende Stoffe wie z. B. Glycerin in Anlage 3 als naturnahe Stoffe bezeichnet?

Glycerin ist, chemisch gebunden an Fettsäuren, Bestandteil von fetten Ölen. In freier Form kommt es im Stoffwechsel aller Lebewesen vor, allerdings nie in Konzentrationen, die eine ökologisch oder ökonomisch vertretbare Gewinnung erlauben. Glycerin entsteht aber immer als Nebenprodukt z. B. bei der Herstellung von Seifen aus pflanzlichen Ölen und Fetten oder bei der Produktion von Biodiesel. Damit passt Glycerin genau in die Definition der naturnahen Stoffe: Diese werden mit möglichst einfachen Prozessen aus Naturstoffen gewonnen; in diesem Fall ist es die Spaltung von Ölen und Fetten mit Hilfe von Wasser in Glycerin und Fettsäurederivate.

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